Bei den Krankentransporten stoßen Retter an ihre Grenzen

Die Feuerwehr in Wolfsburg war im vergangenen Jahr wieder stark gefordert – unter anderem durch mehrere Stoppelfeldbrände (kl. Fotoarchiv: Weichert/Feuerwehr Vorsfelde). Gr. Foto: Archiv
Die Feuerwehr in Wolfsburg war im vergangenen Jahr wieder stark gefordert – unter anderem durch mehrere Stoppelfeldbrände (kl. Fotoarchiv: Weichert/Feuerwehr Vorsfelde). Gr. Foto: Archiv

Einsatzstatistik der Feuerwehr Wolfsburg veröffentlicht

WOLFSBURG (ph/nd). Die Stadt hat in dieser Woche die Einsatzstatistik der Feuerwehr für das vergangene Jahr 2018 veröffentlicht. Mehr Feldbrände und viele Krankentransporte forderten die Retter.

Insgesamt war die Feuerwehr im vergangenen Jahr 20.694 Mal gefordert – gegenüber 20.418 Einsätzen in 2017. Zwar gingen die Hilfeleistungen (2017: 1.717, 2018: 1.413) im Vergleich zum Vorjahr um 17,71 Prozent zurück und auch die Notarzteinsätze (2017: 3.275, 2018: 2.895) sanken – um 11,6 Prozent – ebenso wie die Einsätze des Rettungshubschraubers (2017: 41, 2018: 23), 43,9 Prozent – jedoch stieg die Anzahl der Brandeinsätze (2017: 794, 2018: 893) um 12,47 Prozent. Besonders beschäftigt hat die Feuerwehrleute der besonders trockene Sommer im vergangenen Jahr mit mehreren Stoppelfeldbränden. Die Feuerwehr reagiert darauf, indem die Einsatzmöglichkeiten umgestellt und entsprechende Fortbildungen durchgeführt werden.

Die Einsätze der Rettungswagen veränderten sich mit +0,91 Prozent (2017: 14.273, 2018: 14.403) geringfügig. Außerdem stieg die Feuerwehr wieder in den Krankentransport ein, nachdem zuvor nur Notfallrettungen durchgeführt wurden. Das bedeutete einen gravierenden Anstieg um 235,53 Prozent (2017: 318, 2018: 1067). Einen weiteren Anstieg könne die Berufsfeuerwehr in diesem Bereich nicht stemmen, machte Brandoberinspektor Patrick Krause deutlich.

Seit Anfang 2016 sind Rauchmelder auch in Niedersachsen in allen Wohnungen Pflicht. Im vergangenen Jahr gingen bei der Feuerwehr Wolfsburg insgesamt 91 Einsätze auf ausgelöste Rauchmelder zurück – 34 Mal konnte Schlimmeres verhindert werden. 57 Mal lag ein Fehlalarm vor – vor allem verursacht durch Bohrstaub oder leere Batterien, wie Krause berichtet. Krause bewertet das Fazit zu den Rauchmelder-Einsätzen positiv: „Die Hauptsache ist doch, dass sie funktionieren.“