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Warnstreiks für Mittwoch angekündigt

Die Bedingungen der Gewerkschaften orientieren sich an den Forderungen auf kommunaler Ebene in 2018. Archivfoto: ph
Die Bedingungen der Gewerkschaften orientieren sich an den Forderungen auf kommunaler Ebene in 2018. Archivfoto: ph

Tarifstreit im Öffentlichen Dienst

HANNOVER. Die drei an den Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) beteiligten Gewerkschaften rufen für Mittwoch, 27. Februar, zu Warnstreiks im Öffentlichen Dienst und einer Großdemonstration auf.

Die Gewerkschaften verdi, GEW und GdP fordern mit dem Deutschen Beamten Bund (dbb) 6 Prozent mehr Geld – mindestens 200 Euro. In Niedersachsen und Bremen wird es aufgrund des Warnstreiks in zahlreichen Dienststellen und Behörden zu Einschränkungen kommen, das kündigten die Gewerkschaften am Donnerstag an. Der Streik findet einen Tag vor der nächsten Verhandlung mit dem Arbeitgeberverband des öffentlichen Dienstes statt. ver.di-Landesleiter Detlef Ahting kritisiert: „Schon jetzt sind viele Jobs beim Bund, den Kommunen und in der freien Wirtschaft deutlich attraktiver als beim Land. Darum muss aufgeholt und die Lücke geschlossen werden, damit auch morgen in ausreichendem Maße gut qualifizierte Beschäftigte beim Land arbeiten wollen.“

Die GEW-Vorsitzende Laura Pooth sagt: „Die 20.000 Tarifbeschäftigten in Niedersachsens Schulen verdienen endlich angemessene Gehälter. Sie erbringen – vielfach schlecht bezahlt – unter schwierigen Bedingungen enorme Leistungen.“

GdP-Vorsitzender Dietmar Schilff hob hervor, dass die Menschen im öffentlichen Dienst gerade auch im Bereich der Inneren Sicherheit hervorragende Arbeit leisten und große Verantwortung für das Rechtssystem und die Demokratie tragen. „Das muss auch intensiver gewürdigt und wertgeschätzt werden – und zwar in Form höherer Entgelte und durch eine Weiterentwicklung der tarifrechtlichen Struktur. Nur auf vermeintliche Vorteile wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verweisen, die tatsächlich auch noch stark verbesserungswürdig ist, ist zu kurz gedacht.“