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Digitales Fernsehen – Bei Problemen besser erst zum Fachmann

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WOLFSBURG. Das analoge Kabelfernsehen soll bis Mitte dieses Jahres endgültig abgeschaltet und das Programm nur noch in DVB-C gesendet werden. Bei neuen Geräten mit DVB-C-Tuner gibt es kaum Probleme bei der Umstellung, aber es kann auch anders laufen, wie Uwe Schneider, Meister der Rundfunk- und Fernsehtechnik regelmäßig erfährt: „Viele Kunden kommen ganz aufgelöst hierher und haben auch schon einen Digitalreceiver gekauft. Das kann aber auch in die Hose gehen, wenn der Fernseher keinen HDMI-Eingang hat.“ Deshalb empfiehlt Schneider: „Wenn es Probleme mit dem Empfang der digitalen Sender gibt, vor Neuanschaffungen am besten erst beim Spezialisten erkundigen.“ Es seien viele Leute, die jetzt betroffen sind – „das geht einfach nicht“, so Schneider weiter. Manchmal helfe auch ein moderner Gebrauchtfernseher, denn: „Seit fünf Jahren sind alle hergestellten Geräte digitaltauglich.“

Und selbst wenn der Anschluss des neuen Receivers klappt – „Manche Fernsehbesitzer können mit der neuen Technik überfordert sein“, so der Fernsehexperte weiter.

Und auch wenn der Empfang klappt, ist noch nicht jedes Problem beseitigt: „In manchen Geräten sortiert der Sendersuchlauf die neuen Sender alphabetisch. Dann hat man das ZDF auf dem letzten Platz“, berichtet Schneider, und fasst zusammen: „Die Digitalisierung ist notwendig – aber nervig. Aber, wenn man das Problem einmal gelöst hat, geht es auch wieder mit dem Fernsehen.“

Wichtig sei zudem, dass man „nicht einfach losläuft und Geld ausgibt, das dann weg ist“, so Schneider.


Digitaler Stammtisch für Senioren

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WOLFSBURG. Am Donnerstag, 7. Februar, ab 15 Uhr startet der 5. Digitale Stammtisch für Senioren 55+ im Lernzentrum der Stadtbibliothek, Porschestraße 51. Das Thema ist: „Wie können wir uns online vernetzen und in guter Verbindung bleiben?“

Unter anderem wird dort auch das Online-Netzwerk www.nebenan.de vorgestellt. „Wir wollen bei diesem Termin erstmal die Möglichkeiten aufzeigen, die es im Internet gibt“, so Hans-Jürgen Claassen vom Verein „Miteinanderfuereinanderdasein“.

Ergänzend sollen weitere Treffen des Vereins folgen – jeden dritten und vierten Dienstag im Monat im Föhrenkrug, Pestalozziallee 3. Beim ersten Termin am 26. Februar, ab 15 Uhr soll es um eine reine Info-Veranstaltung gehen, um die Bedarfe und Bedürfnisse der Senioren festzustellen. Geplant sind aber auch Termine, um den Digitalen Stammtisch zu erweitern, mit konkreten Hilfsangeboten beispielsweise zum Thema Onlinebanking, federführend geleitet von Hans-Jürgen Böbe, ehemals IT bei Volkswagen.


Smartphones und mobile PCs werden immer beliebter

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Zu Beginn des Jahres 2018 besaßen 96,8% der niedersächsischen Haushalte ein Mobiltelefon. Nach Mitteilung des Landesamtes für Statistik Niedersachsen (LSN) waren dies 10,0 Prozentpunkte mehr als 2008 (86,8%). 80,3% der Haushalte in Niedersachsen verfügten Anfang 2018 sogar über ein Smartphone. Je höher das monatliche Haushaltsnettoeinkommen, desto mehr Haushalte waren in Besitz von mindestens einem Smartphone. Bei einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen zwischen 900 Euro und 1.300 Euro lag der Ausstattungsgrad bei 65,5%. Bei einem monatlichen Haushaltnettoeinkommen zwischen 3.600 Euro und 5.000 Euro war in 94,4% der Haushalte mindestens ein Smartphone vorhanden.

Desktop-PCs verlieren weiter an Boden

Auch mobile PCs werden immer beliebter. Während 2008 nur 32,1% der Haushalte einen Laptop, ein Netbook oder einen Tablet-PC besaßen, waren es 2018 schon 82,7%. Der stationäre PC verlor in privaten Haushalten im Gegenzug an Bedeutung: Der Ausstattungsgrad der Haushalte sank von 65,4% (2008) auf 47,6% im Jahr 2018. Ein Vergleich der Geschlechter zeigt, dass Anfang 2018 der stationäre PC bei alleinlebenden Männern doppelt so häufig im Haushalt zu finden war wie bei alleinlebenden Frauen (50,0% Männer; 25,2% Frauen). Bei mobilen Geräten hingegen gab es kaum einen Unterschied (alleinlebende Frauen 71,8%; alleinlebende Männer 73,0%).

Sogar weniger digitale Kameras

Hingegen besitzen immer weniger Haushalte einen Fotoapparat. Zu Beginn des Jahres 2018 lag der Ausstattungsgrad niedersächsischer Haushalte mit einem Fotoapparat bei 75,8%. Dies waren 10,9 Prozentpunkte weniger als 2008 (86,7%). Während vor zehn Jahren noch 62,4% der Haushalte einen analogen Fotoapparat besaßen, waren es in diesem Jahr nur 25,6%. Auch der Ausstattungsgrad mit digitalen Fotoapparaten ist seit 2008 (60,0%) nach einem Zuwachs im Jahr 2013 (74,3%) wieder gesunken (68,5%). In Haushalten von Paaren mit Kindern sind Fotoapparate, digital oder analog, am häufigsten zu finden (87,8%).