Sonderthemen

Rollatorentraining für mehr Sicherheit im Alltag

AWO-Pflegenotaufnahme
Lagune Pflegedienst Wolfsburg GmbH
Ergotherapie
Fußdienst Heuberger
Senioren Betreuung 24 zu Hause GBR
Die Berufsfachschule Altenpflege des Diakonischen Werks bietet regelmäßig Rollatorentraining an. Foto: Britta Steinborn
Die Berufsfachschule Altenpflege des Diakonischen Werks bietet regelmäßig Rollatorentraining an. Foto: Britta Steinborn

WOLFSBURG. Kürzlich veranstaltete das Diakonische Werk mit dem Mehrgenerationenhaus (MGH) ein Rollatorentraining. Dabei unterstützten Altenpflege-Auszubildende Senioren mit Rollatoren in ihrem Alltag.

„In Pflegeeinrichtungen aber auch zu Hause hat der Rollator seit vielen Jahren Einzug in den Alltag gefunden“, so die Pressemitteilung des Diakonischen Werks, „Waren Pflegebedürftige und alte Menschen früher auf Gehstöcke oder, bei längeren Strecken, auf Rollstühle angewiesen, so ermöglichen Rollatoren heute eine gewisse Autonomie oder unterstützen bewegungseingeschränkte Menschen bei der Wiedererlangung ihrer Selbständigkeit im Lebensalltag.“

Den Teilnehmern wurde ein zweistündiges Programm geboten: Nach einer theoretischen Einführung durch die Azubis und Tim Ölschläger vom Sanitätshaus Bode wurden in einem Parcours typische Gefahrsituationen für Rollatoren nachgestellt. Klaus Seiffert von der Verkehrswacht Wolfsburg zeigte den Gästen das richtige Vorgehen. Anschließend wurde dies gemeinsam ausprobiert. Auch geübt wurden die Ampelüberquerung sowie das Ein- und Aussteigen aus dem Bus. Darüber hinaus standen die Auszubildenden und Gerd Strelo von der WVG für praktische Tipps hilfreich zur Seite. Neben dem Ausprobieren der einzelnen Stationen, wurden Kaffee und Kuchen angeboten.

Daran teil nahmen einige Bewohner des benachbarten St. Marien-Pflegeheimes. Inge Konscholke war sogar extra aus Detmerode mit dem Bus angereist: „Ich habe meinen Rollator schon eine ganze Weile, weiß aber oft nicht, wie ich mich mit ihm bewegen soll. Leider hat mir dies keiner so richtig gezeigt und ich hatte bislang nichts gefunden, wo ich Hilfe erhalten hätte“, berichtete sie. „Ich fand es toll, in Ruhe mal das Ein- und Aussteigen aus dem Bus ausprobieren zu können. Im laufenden Betrieb war ich immer sehr unsicher und hatte richtige Angst. Das ist jetzt weg“, fügte sie erleichtert hinzu. Weitere Infos in der Berufsfachschule Altenpflege, Schulenburgallee 23a unter 05361/50170.


Warum gerade für Senioren Selbstfürsorge bei der Gesundheit so wichtig ist

Gesundheit geht vor – eine Grippeschutzimpfung gehört dazu. Fotos: djd/Sanofi/Getty
Gesundheit geht vor – eine Grippeschutzimpfung gehört dazu. Fotos: djd/Sanofi/Getty
Ich pass gut auf mich auf

(djd). Wer die 60 überschritten hat, kennt bestimmt Erfahrungen wie diese: Der feuchtfröhliche Samstagabend steckt plötzlich die halbe Woche in den Knochen, eine banale Erkältung wird nicht mehr nebenbei „erledigt“, sondern setzt einen tagelang außer Gefecht, und überhaupt nimmt man plötzlich jedes Virus mit, während früher der Kontakt mit schniefenden und fiebernden Kindern ohne gesundheitliche Folgen überstanden wurde. Kurz: Mit zunehmendem Alter werden das Immunsystem und die Selbstheilungskräfte des Körpers langsam schwächer. 

Lieber impfen als abtauchen

Umso wichtiger ist es dann, in puncto Gesundheit noch besser auf sich aufzupassen. Viele Senioren tun das ganz bewusst: Sie geben das Rauchen auf, trinken weniger Alkohol, achten auf gesunde Ernährung und legen viel Wert auf Hygiene, wie zum Beispiel häufiges Händewaschen. Oft wird auch besondere Vorsicht im Umgang mit Erkrankten an den Tag gelegt oder der Kontakt mit Menschenansammlungen gemieden. Das kann aber gerade in den Wintermonaten, wenn neben harmlosen Atemwegsinfekten auch die gefährliche echte Grippe (Influenza) grassiert, auf Dauer einsam machen.

Gerade bei Grunderkrankungen wie chronischen Atemwegsproblemen ist eine Grippeimpfung für Senioren wichtig.
Gerade bei Grunderkrankungen wie chronischen Atemwegsproblemen ist eine Grippeimpfung für Senioren wichtig.

Denn die Grippeviren können praktisch überall lauern – bei Familientreffen, im Bus, im Einkaufszentrum oder bei der Arbeit. Um sich völlig von möglichen Überträgern fernzuhalten, müsste man quasi „abtauchen“ und alle Kontakte und Aktivitäten einstellen. Eine bessere Alternative ist die Grippeschutzimpfung. Sie wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) ausdrücklich für Menschen ab 60 Jahren empfohlen und kann sowohl das Risiko einer Erkrankung als auch die Gefahr schwerer Verläufe deutlich senken. Ab der Saison 2018/2019 bietet die neue Vierfach-Grippeschutzimpfung sogar noch breiteren Schutz als bisher, weil sie mehr Grippevirenstämme abdeckt als die bisher verwendeten Dreifach-Grippeimpfungen. Deshalb wird der Vierfach-Grippeimpfschutz jetzt von den gesetzlichen Krankenkassen voll übernommen.

Rechtzeitig Termin ausmachen

Um für die nächste Grippewelle gut gerüstet zu sein, sollten Senioren am besten schon für Oktober/ November einen Impftermin bei ihrem Hausarzt ausmachen. Denn das Immunsystem braucht einige Zeit, um den Impfschutz aufzubauen – und im höheren Alter arbeitet es langsamer. Bei rechtzeitiger Impfung steht dann auch im Winter fröhlichen Familienfesten, Kartenspielrunden oder Einkaufsbummeln nichts mehr im Wege.

Datenschutz