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Vom geklauten Christbaum zur Weihnachtsüberraschung

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Sammelten Weihnachtsgeschenke für Alleinstehende: Djuliano Saliovski, Erika Teuer, Saranda und Myrjam Saliovski (von links).
Sammelten Weihnachtsgeschenke für Alleinstehende: Djuliano Saliovski, Erika Teuer, Saranda und Myrjam Saliovski (von links).

WOLFSBURG (ph). Bereits seit 15 Jahren liefert das Hotel/Restaurant Goldene Henne an Heiligabend das Essen für die Weihnachtsfeier für Alleinstehende in der Christuskirche. In diesem Jahr können sich rund 180 Besucher über eine besondere Überraschung freuen. Hintergrund der Aktion ist eigentlich ein Ärgernis gewesen. Anfang Dezember stellte Myrjam Saliovski von der Goldenen Henne zwei festlich dekorierte Weihnachtsbäume vor dem Hotel in der Kleiststraße auf. „Nach drei Tagen wurde bereits einer geklaut“, erzählt Saliovski. Dieses Ereignis postete Saliovski in den sozialen Medien und bekam prompt Rückmeldungen: „So viele Nachrichten und ich wollte mich davon nicht runterziehen lassen.“ Also schmückte Saliovski einen noch größeren Baum vor dem Hotel und überlegte, wie sich aus den vielen Rückmeldungen gleich etwas Positives machen ließe. Schließlich entstand die Idee, nicht nur Weihnachtspäckchen für Osteuropa zu packen, sondern auch den Alleinstehenden in Wolfsburg eine Freude zu Weihnachten zu bereiten – einen kleinen „Weihnachtsgruß“ zum Essen in der Christuskirche. Und: „Ich bin völlig überwältigt“, erklärte die Hotelchefin. Am Dienstag gab es sogar für jeden, der ein kleines Päckchen in der Kleiststraße abgab einen Glühwein oder Punsch. Und die Schulklasse der Tochter Saranda (16) half mit, Weihnachtsgrüße für die Päckchen zu verfassen, die unbeschriftet geblieben sind. „Schon der ganze Keller ist voll“, berichtete Djuliano Saliovski. Und auch zwei Tische am Restauranteingang waren schon gut gefüllt mit verschiedenen Päckchen und Präsenten. Auch Ortsbürgermeister Detlef Conradt brachte ein Geschenk vorbei: „Das ist eine ganz tolle Aktion und ich bin von mehreren Seiten dazu eingeladen worden.“

„Es ist doch schön, wie man Menschen begeistern kann“, so Myrjam Saliovski abschließend.


Friedenslicht: „Jeder versucht, die Reise möglich zu machen“

Oberbürgermeister Klaus Mohrs nahm das Friedenslicht von Erik Bennat (16), Jonathan van de Kraan (15) und Therese Zimkowsky (von links) entgegen.
Oberbürgermeister Klaus Mohrs nahm das Friedenslicht von Erik Bennat (16), Jonathan van de Kraan (15) und Therese Zimkowsky (von links) entgegen.
WOLFSBURG (ph). Auch in diesem überbrachten Pfadfinder vom VCP im Wolfsburger Rathaus kürzlich das Friedenslicht aus Bethlehem. Oberbürgermeister Klaus Mohrs nahm das Licht entgegen und lobte die Pfadfinder.

Das Stadtoberhaupt Wolfsburgs attestierte den Pfadfindern „Vorbildcharakter“, schließlich wurde im November vom Ringeausschuss der Ringe deutscher Pfadfinderinnen- und Pfadfinderverbände auch der Bund Moslimischer Pfadfinder und Pfadfinderinnen Deutschlands (BMPPD) aufgenommen. Das Friedenslicht aus Bethlehem wurde – neben dieser Neuigkeit – von Therese Zimkowsky, Erik Bennat (16) und Jonathan von de Kraan (15) im Rathaus überbracht. Ursprünglich wurde das Friedenslicht vom Österreichischen Rundfunk im Jahr 1986 ins Leben gerufen. In Deutschland feiert die Aktion in diesem Jahr ihren 25. Geburtstag. In diesem Jubiläumsjahr steht das Friedenslicht passenderweise unter dem Motto „Frieden braucht Vielfalt – zusammen für eine tolerante Gesellschaft“

Am Dritten Advent holten die Wolfsburger das Friedenslicht aus dem Dominikanerkloster Braunschweig ab und begrüßten das Friedenslicht mit einer Aussendungsfeier in der Wolfsburger Kreuzkirche. Dort kann das Friedenslicht noch bis zum heutigen Sonntag, 23. Dezember abgeholt werden.

Seit 1986 wird das Friedenslicht jährlich vor Weihnachten von einem Kind in der Geburtsgrotte Jesu entzündet und reist in einer explosionssicheren Lampe mit dem Flugzeug nach Wien und wird dann weiter verteilt.

„Sowohl Israelis als auch Palästinenser machen für das Friedenslicht die Grenzen auf. Jeder, der mit dem Licht in Berührung kommt, versucht, die Reise möglich zu machen“, so Zimkowsky.


Weihnachtsfeier für Senioren: „Toll was der Ortsrat auf die Beine gestellt hat“

Das Schützenhaus Vorsfelde war gut besucht.
Das Schützenhaus Vorsfelde war gut besucht.
Die Drömlingsänger traten ebenfalls auf.
Die Drömlingsänger traten ebenfalls auf.
VORSFELDE (nd). Letzte Woche veranstaltete der Ortsrat Vorsfelde die alljährliche Seniorenweihnachtsfeier im Schützenhaus. Neben Speis und Trank standen Unterhaltung und Musik im Vordergrund.

„Wir haben ein buntes Programm für heute aufgestellt. Da ist auch eine kleine Überraschung dabei“, kündigte Ortsbürgermeister Günter Lach an.

Vertreter des Ortsrates führten ein weihnachtliches Theaterstück vor. Unter anderem „Günter Lach und ich werden in die Rolle von Weihnachtsmännern schlüpfen“, nur so viel verriet Karl Haberstumpf, stellvertretender Ortsbürgermeister und Drömlingsänger.

Auch Oberbürgermeister Klaus Mohrs nahm an der Feier teil und bemerkte die einige leere Plätze an den vorderen Tischen. „Ich bin froh, dass Sie alle hier sind und bitte Sie für nächstes Jahr darum, noch mehr Ihrer Nachbarn mitzubringen“, so Mohrs in seiner Ansprache. Denn wiederkommen wolle er auch auf jeden Fall.

Etwa 200 Gäste waren anwesend und genossen den Plausch bei Kaffee und Kuchen, begleitet vom Unterhaltungsduo Rose & Berg. Bei klassischen Titeln wie „Jingle Bells“ und „Es ist Winter“ wurde mit dem Kopf mitgewippt und angeregte Unterhaltungen mit dem Sitznachbarn angefangen.

Unter den Gästen befand sich auch Regine Rachow vom Vereinsrat des MTV Vorsfelde. „Ich nehme gern an der Weihnachtsfeier teil. Seitdem der Ortsrat die Weihnachtsfeier organisiert hat die Veranstaltung wieder Hand und Fuß – es ist toll, was hier auf die Beine gestellt wird.“

Das Schönste an der Feier sei laut Rachow, dass man mit Bekannten ins Gespräch kommen könne oder auch wieder lang nicht gesehene Bekannte wieder treffe. „Außerdem muss man die Arbeit der vielen ehrenamtlichen Helfern unterstützten“, betonte Rachow. „Viele Senioren haben keine Möglichkeit mehr an gemeinschaftlichen Aktivitäten teilzunehmen – zum Teil werden diese sogar von den Ehrenamtlern abgeholt und hergefahren.“


IGM-Jugend verteilte 3.200 Weihnachts-Geschenke an bedürftige Kinder in Wolfsburg

Sabrin Saddaoui (OJA), Nina Thielert (OJA), Hartwig Erb (Geschäftsführer IG Metall) und Charlene Richer (OJA). Foto: IG Metall Wolfsburg
Sabrin Saddaoui (OJA), Nina Thielert (OJA), Hartwig Erb (Geschäftsführer IG Metall) und Charlene Richer (OJA). Foto: IG Metall Wolfsburg
WOLFSBURG. Letzte Woche verteilte die IG Metall die gesammelten Geschenke an Mädchen und Jungen aus sozialschwächeren Verhältnissen im Gewerkschaftshaus. Die Freude der Kinder bei der Bescherung war groß.

Die Aktion ist bereits in vielen Wolfsburger Betrieben bekannt: Jedes Jahr machen sich die jungen Metaller auf in ihre Betriebe, um Geschenke für benachteiligte Kinder zu sammeln. „Die gespannten Kinderaugen waren groß, als sich die Türen des Gewerkschaftshaus für die große Bescherung öffneten“, erläuterte Joachim Fährmann von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der IG Metall Wolfsburg.

„Es ist eigentlich kaum zu glauben, dass in einem der reichsten Länder dieser Welt Kinder kein schönes Weihnachtsfest haben können, nur weil zu Hause zu wenig Geld zur Verfügung steht“, bemerkt Nina Thielert vom Ortsjugendausschuss (OJA) der IG Metall.

Charlene Richter, auch OJA ergänzt: „Ich finde es toll, dass viele unserer Kolleginnen und Kollegen im Betrieb ganz spontan ihre Herzen und Geldbörsen aufgemacht haben um zu helfen.“

Daraufhin betont Hartwig Erb, Erster Bevollmächtigter der IG Metall: „Das junge Menschen nur an sich denken, ist grundlegend falsch. Das beweisen unsere Auszubildenden, die sich politisch und sozial engagieren. Ich habe für diese Arbeit nur lobende Worte. Es zeigt aber auch, dass unsere Gesellschaft gespalten ist und dringend gerechter gestaltet werden muss.“

Die betroffenen Familien konnten sich für die Aktion bei der Wolfsburger Tafel oder anderen sozialen Einrichtungen Marken abholen, um diese dann gegen Geschenke einzutauschen.