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Weihnachtlicher Treff für Feierabendgespräche

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Zum Auftakt gab es beim Vorsfelder Weihnachtsmarkt Feuerzangenbowle und Musik vom Posaunenchor.
Zum Auftakt gab es beim Vorsfelder Weihnachtsmarkt Feuerzangenbowle und Musik vom Posaunenchor.

VORSFELDE (ph). Vor vier Jahren startete der neue Vorsfelder Weihnachtsmarkt am Ütschenpaul „und jetzt geht es nur noch ans Verfeinern“, erklärte Norbert Steinweh vom Veranstalter Vorsfelde live anlässlich der Eröffnung. Schließlich sei es wieder gelungen, einen schönen Weihnachtsmarkt mit vielen Helfern und Sponsoren zu gestalten. „Fast alle Vereine und Verbände haben wieder zugesagt – vielen Dank dafür“, so Steinweh weiter. Auch Ortsbürgermeister Günter Lach sprach zur Eröffnung: „Dieser Markt zeigt die große Vorsfelder Gemeinschaft. Er ist ein gutes Zentrum um den Gemeinsinn in Vorsfelde weiter zu stärken.“ Musikalisch wurde die Eröffnung vom Posaunenchor unter der Leitung von Propsteikantor Paul-Gerhard Blüthner gestaltet. An sechs Weihnachtshütten gab es wieder verschiedene Speisen und Getränke, die „Vereinshütte“ beherbergte an jedem der neun Veranstaltungstage einen anderen Verein. Den Auftakt machte eine „Stammtisch-Idee“. Lutz Becker, Gunnar Kusian, Christian Straube und Felix Becker schenkten Feuerzangenbowle aus und zeigten im Anschluss an die Eröffnung auch den gleichnamigen Filmklassiker mit Heinz Rühmann.

Auch, wenn der „Ütschen-Weihnachtsmarkt“ mit dem ungemütlichen Wetter zu kämpfen hatte – die Vorstellung des Puppentheaters am Familien- und Kindertag war verregnet: „Gastronomen und Veranstalter sind rundum zufrieden“, so das Fazit von Vorsfelde life-Vorstand Thilo Kirsten. Schließlich gehe es nicht darum, mit dem kleinen Markt „Konkurrenz zur Innenstadt oder Autostadt zu schaffen“, sondern „gute Gespräche nach Feierabend“ zu ermöglichen, so Kirsten weiter.



„Werden überrascht sein, was Kirche auch ist“

Christian Berndt
Christian Berndt
WOLFSBURG (ph). Seit August ist Christian Berndt Superintendent im Kirchenkreis Wolfsburg-Wittingen. Für die Weihnachtsausgabe sprach der Kurier mit Berndt über die neue Aufgabe. Vorher war Berndt 20 Jahre lang in der Markus-Kirchengemeinde in Stade aktiv.

Kurier: Herr Berndt, gab es in den ersten Monaten ihrer neuen Aufgabe hier schon ein besonderes Highlight?

Berndt: Der Reformationstag. Im Vorfeld war völlig unklar, wie wir als Kirche diesen neuen Feiertag bespielen. Ich habe darauf vertraut, dass was läuft in den Gemeinden, und es lief: Es gab unheimlich viele Aktivitäten für jung bis alt. Ich selbst war bei zwei Gottesdiensten dabei – am morgen in Hankensbüttel und am Abend hier in der Christuskirche – mit viel Musik und ökumenisch. Es gibt hier eine ausgezeichnete Ökumene. Wir haben den Gottesdienst mit vier Geistlichen gemacht – katholisch, evangelischlutherisch aus Braunschweig, evangelisch-methodistisch und ich. Dann die ausgezeichnete Kirchenmusik. Was mich freut, dass wir Veranstaltungen für die neuen Kirchenvorstände machen konnten und dass vieles in den Kirchenkreisen zusammengewachsen ist. Das ist gar kein großes Thema.

Kurier: Was würden sie als großes Thema bezeichnen?

Berndt: Wir haben zunehmend Schwierigkeiten qualifiziertes Personal zu finden – in den Kindertagesstätten, in der Ganztagsschulbetreuung aber auch an Pastorinnen und Pastoren. Als ich gewählt wurde, waren fünf Stellen vakant, jetzt sind es immer noch zwei. Die Gemeinde in Heiligendorf ist schon anderthalb Jahre vakant – das ist natürlich hart. Deshalb werde ich dort selber die Christmette machen. In der Flüchtlingssozialarbeit haben wir zwei Stellen offen. Wir arbeiten in einem sozial-diakonischen Bereich und bei uns gibt es viel Anerkennung und Wertschätzung. Manche Arbeitgeber können aber mehr bezahlen.

Kurier: Außerdem gibt es für die Kirche ja die Daueraufgabe, wie man mehr Menschen in die Kirche bekommt...

Berndt: Ein Grundproblem ist der Mitgliederschwund. Wir sind aber evangelisch und da spielt Freiheit eine große Rolle. Ich glaube, dass wir bestimmte Gottesdienstformate verändern müssen. Für viele ist eine 15- bis 20-minütige Predigt nicht mehr das, wonach sie sich sehnen. Deswegen gibt es viele Alternativen. Ich kann nur dafür werben, dass Menschen sagen: Ich probiere es nochmal neu, vielleicht hat sich Kirche in den letzten Jahrzehnten so verändert, wie ich mich selbst verändert habe. Die werden überrascht sein, was Kirche heute auch ist und bieten kann. Gerade jetzt in der Weihnachtszeit haben ganz viele aber auch eine Sehnsucht nach Beständigkeit und das muss man zusammenbringen.

Spielenachmittag zur Adventszeit mit Opa Wolter

„Opa Wolter“ (l.) erklärte den Teilnehmern, die Spielregeln.
„Opa Wolter“ (l.) erklärte den Teilnehmern, die Spielregeln.
DETMERODE (nd). Mitte Dezember veranstaltete der Ortsrat eine Weihnachtsfeier für Senioren. Bei Kaffee und Kuchen wurde mit dem Wolfsburger Comedian „Opa Wolter“ Bingo gespielt. Bereits in seiner Ansprache sagte Ortsbürgermeister Ralf Mühlisch: „Bei den nächsten Feiern wird ‚Opa Wolter‘ auch wieder dabei sein.“

Sehr zur Freude der anwesenden Gäste. Denn „Opa Wolters“ Unterhaltungsprogramm zum Thema Glück begleitete den Spieleabend. „Viele der Anwesenden hier haben die Nachkriegszeit miterlebt“, so der Comedian, „Glück ist für mich, wie auch im Sinne der Neuland, dass wir keine Wärmeflaschen mehr unter der Bettdecke brauchen und immer warmes Wasser, sogar Trinkwasser aus der Leitung haben.“ Denn laut dem Comedian würde es nicht schaden, sich immer wieder daran zu erinnern, wie viel Glück und Luxus man heutzutag habe.

Während Kaffee und Kuchen von den Mitarbeitern des Pflegedienstes Bettina Harms serviert wurde, erklärte „Opa Wolter“ die Spielregeln. Fünf Runden wurden gespielt, zu gewinnen gab es fünf Wertgutschein à 25 Euro.
„Ich habe das noch nie gespielt“, sagte Vera Siedentopf. Gemeinsam mit ihrer Freundin Anja Behrens nahm sie an dem Spielenachmittag teil. „Wir haben uns in dem Wohnprojekt der Neuland ‚Wohnsinn‘ kennengelernt“, so Siedentopf. „Wir haben viele gleiche Interessen und machen daher vieles zusammen“, ergänzte Behrens erfreut. Zudem erzählten die Freundinnen, dass ihnen das Wohnen in der Gemeinschaft sehr gefalle. „Gemeinsame Aktivitäten wie ins Grüne fahren, an Veranstaltungen teilnehmen oder Spieleabende werden organisiert – auch das Sportangebot bei Bettina Harms nutzen wir.“

Plätzchen backen und die Schmiede testen

Für Kinder gab es ein Programm zum Mitmachen.
Für Kinder gab es ein Programm zum Mitmachen.
WOLFSBURG (ph). Die Waldorfschule in Detmerode lud kürzlich zu ihrem 27. Waldorf-Basar ein. Die Schulgemeinschaft und der angrenzende Kindergarten hatten einige Highlights vorbereitet.

„Es ist die größte Veranstaltung in der Schule und wird alleine von den Eltern organisiert. Wir dürfen nur mitmachen“, erklärt Waldorf-Klassenlehrer Frank Achilles, nur halb im Scherz. Parkplätze waren allerdings Mangelware rund um die Schule, deswegen mussten die Besucher deutlich längere Fußwege einplanen. Auf dem riesigen Gelände der Schule und des angrenzenden Kindergartens waren rund 50 Stationen aufgebaut – davon nur etwa „20 Fremdanbieter“, wie Achilles betont.

„In der Schule wurde an zwei Tagen nur für den Basar gearbeitet. Jede Klasse und deren Eltern hatte eine Aufgabe“, berichtet die Pressesprecherin der Elternschaft, Maren Gödecke. In der Turnhalle konnten Klettern und Bogenschießen ausprobiert werden, es gab Vorführungen, Musik- Darbietungen und es wurden Märchen vorgelesen.

Die Kleinsten durften selbst Plätzchen backen, ein Moosgärtlein gestalten oder Kerzen ziehen. Natürlich durften auch verschiedene Verkaufs- und Essensstände nicht fehlen, aber: „Der Basar zeichnet sich dadurch aus, dass die Kinder alles mögliche selbst produzieren und ausprobieren können“, so Achilles.

Ein besonderes Highlight war sicherlich der Besuch und das Austesten der schuleigenen Schmiede. Hier konnten die Kinder mit Hilfe selber ausprobieren, wie sich heißes Metall unter den eigenen Schlägen verformt.

Der Erlös aus dem Basar „wird direkt den Schülern zukommen“, berichtet Achilles. Ein besonderer Verkaufsschlager waren die Adventskränze, die von den Kindern selbst gebunden wurden. Von 200 vorbereiteten Kränzen waren schon nach zwei Stunden nur noch Reste übrig.