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Wolfsburg Marathon: Finanzierung wackelt

Start des Wolfsburger Marathons 2018. Archivfoto:ph
Start des Wolfsburger Marathons 2018. Archivfoto:ph

Stadt plant Kürzung der Zuschüsse

WOLFSBURG (of). Was jahrelang selbstverständlich war, wird mit der Dieselkrise und dem damit eingehergehenden Sparzwang der Stadt Wolfsburg in Frage gestellt: Die Finanzierung des Marathons ist 2019 noch nicht sichergestellt.

Der Wolfsburg Marathon soll dieses Jahr im September zum 14. Mal stattfinden. Doch die Finanzierung wackelt. Beim Sportausschuss am Dienstag wurde öffentlich, dass die Stadt Wolfsburg eine Kürzung der Zuschüsse plant: Statt 70.000 soll es nur 30.000 Euro an Finanzmitteln geben.

„Damit wäre eine Umsetzung der größten Breitensportveranstaltung Wolfsburgs durch den VfL Wolfsburg e.V. nicht mehr realisierbar. Der VfL wäre durchaus bereit, auf einen Teil des städtischen Zuschusses zu verzichten, um der besonderen Situation bezüglich des städtischen Haushaltes auch Rechnung zu tragen, doch sollte dieser Zuschussverzicht nicht mehr als 15.000 Euro betragen“, teilte VfL-Geschäftsführer Stephan Ehlers auf Anfrage des Kuriers mit.

Im Sportausschuss kam am Dienstag lediglich die erste Lesung zum Haushalt auf den Tisch, die zweite folgt dann im März.

„Jetzt wird es darum gehen die Kuh vom Eis zu bekommen“, sagt Ausschuss-Vorsitzender Werner Reimer (CDU). Die Anmeldungen für den Marathon liefen ja bereits seit Anfang Januar. „Ich gehe davon aus, dass ein Mittelweg gefunden wird“, so Reimer. Als Lösung sei es denkbar, die Summe der Finanz-Kürzungen über mehrere Jahre zu verteilen, so Reimer.

„Beim Wolfsburg-Marathon handelt es sich um eine der größten Wolfsburger Breitsportveranstaltungen mit überregionaler Ausstrahlung – dieses Event muss auf jeden Fall erhalten bleiben“, sagt Ingolf Viereck (SPD), stellvertretender Vorsitzender des Sportausschusses. Jetzt sollen weitere Geldgeber kurzfristig gefunden werden, damit bis zur nächsten Sitzung des Sportausschusses Klarheit über die Gesamtfinanzierung herrscht.