Wolfsburg

1968 und 2018: Wer kennt sich gut mit Wolfsburg aus?

Der Rat der Stadt Wolfsburg brachte den Kita-Neubau der St.-Petrus-Gemeinde auf den Weg. Die Eichendorff-Schule darf nach Beschluss jetzt mehr als 30 Mitarbeiter des IZS und Fotograf „Ali“ Altschaffel (r.) stellten das Memo-Spiel mit den Wolfsburger Fotos im IZS in der Goethestraße vor.
Der Rat der Stadt Wolfsburg brachte den Kita-Neubau der St.-Petrus-Gemeinde auf den Weg. Die Eichendorff-Schule darf nach Beschluss jetzt mehr als 30 Mitarbeiter des IZS und Fotograf „Ali“ Altschaffel (r.) stellten das Memo-Spiel mit den Wolfsburger Fotos im IZS in der Goethestraße vor.

Fotografien von Robert Lebeck und „Ali“ Altschaffel

WOLFSBURG (of). Wolfsburg gibt es jetzt auch als Memo-Spiel: 48 Kärtchen hat das Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation (IZS) jetzt mit Fotos von Robert Lebeck und „Ali“ Altschaffel zusammengestellt.

Oberbürgermeister Hugo Bork spricht auf einer Rekrutenvereidigung im VfL-Stadion am Elsterweg: Es ist Juni 1968. Der Fotograf Robert Lebeck ist für zwei Tage in Wolfsburg, um Fotos für die Sternreportage „Wehe, wenn der Käfer stirbt“ zu schießen. Das ist eines seiner vielen Motive. Auf dem Memo- Spiel, welches das IZS jetzt herausgeben hat, gilt es jetzt das Pendant zu finden: Es ist die Karte mit dem jetzigen Oberbürgermeister Klaus Mohrs. Er spricht bei der offiziellen Eröffnung eines Radschnellwegs in der Innenstadt. Dies ist eine von 24 Karten die zugeordnet werden muss.

Natürlich sind auch Fotos von markanten Stadtmerkmalen dabei wie dem VW Bad oder z. B. Detmerode. „Durch das Wolfsburg-Memo kann man Stadtentwicklungsprozesse gut nachvollziehen“, so Steffi Crain vom IZS. Beispielsweise war auf der Porschestraße in den 60er Jahren der Blick zum Schloss noch nicht verstellt.

„Das Stufenhochhaus war gerade gebaut worden und im Volkswagenwerk waren noch nicht so viele Roboter im Einsatz“, ergänzt Alexander Kraus (IZS).

Die Bilder von Robert Lebeck nahm der Wolfsburger Fotograf „Ali“ Altschaffel dann zum Ausgangspunkt für seine Sicht auf die Stadt. „Es ging dabei nicht darum die Motive von Lebeck exakt nachzustellen“, erläutert Kraus die Herangehensweise. Sie sollten lediglich als Spuren dienen und neu interpretiert werden, auch um die Veränderungen in Stadt, Stadtgesellschaft und Werk sichtbar zu machen.

„Mir hat es sehr viel Freude gemacht, allerdings habe ich etwas länger gebraucht als Lebeck“, schmunzelt Altschaffel, der seine Motive in zwei bis drei Monaten zusammengestellt hat. „Diese Fotos haben mir dabei geholfen meine Heimatstadt nocheinmal neu kennenzulernen.“

Altschaffel erinnert sich, wie er vom Detmeroder Hochhaus „Don Camillo“ herunterfotografieren wollte und feststellte, dass die Perspektive Lebecks aufgrund von Veränderungen am Mauerwerk nicht mehr möglich war oder „wie Lebeck mit Licht und Schatten auf dem Detmeroder Markt arbeitete.“

Das Memo-Spiel ist in einer Auflage von 500 Stück erschienen und kann in der Kultur-Info sowie im Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation erworben (14 Euro) werden.

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