Wolfsburg

Abgetaucht am Amazonas – Wirrungen des Internethandels

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Glosse

Der Internethandel – unendliche Möglichkeiten: So scheint es jedenfalls oft. Ich suche jedenfalls ein neues Smartphone. Es braucht nicht das neueste Modell sein, aber es soll eine gute Rechenleistung bieten, nicht zu groß sein, ein aktuelles Betriebssystem haben und ich will keines von den zwei bis drei größten Smartphone-Herstellern. Ich habe schon seit einiger Zeit die Augen offen gehalten, aber es stand ja noch die große Rabattschlacht namens „Black Week“ ins Haus. Folgendes ereignete sich: Bei Amazon taucht ein tolles Angebot auf. Ich will sofort bestellen, aber ich habe meine Login-Daten nicht parat. Ich muss also bis zum Abend warten. Voller Vorfreude werfe ich schließlich meinen Laptop an und logge mich am „Amazonas“ ein. Aber: Mein Wunsch- Smartphone ist schon ausverkauft. Ich beiße fast in meine Tastatur – das kann doch nicht wahr sein! Wieder warten und weiter suchen. Am nächsten Tag schaue ich mir das Angebot nochmal an und – Wunder über Wunder – das Smartphone gibt es doch noch zum reduzierten Preis! Nur in blau statt schwarz. Das lässt sich verschmerzen. Dieses Mal reagiere ich sofort: Schnell in den Einkaufswagen und auf „Bezahlen“ klicken! Mit der Gewissheit, bald mein neues Smartphone in den Händen zu halten, vergeht der Tag. Dann jedoch die nächste E-Mail vom Amazonas: Die Zahlungsart wurde abgelehnt – bitte aktualisieren! Warum? Keine Erklärung und niemand da, den ich fragen kann! Ich habe Bankeinzug als Zahlungsart angegeben und überprüfe deshalb nochmal alle Daten, inklusive IBAN. Die Daten stimmen! Alle! Also auf „Aktualisiert“ klicken und hoffen. Neue E-Mail: Zahlungsart abgelehnt! Daraufhin überprüfe ich meinen Kontostand: Nicht schön, aber ausreichend Deckung ist vorhanden. Also muss ich in den sauren Apfel beißen und dorthin gehen, wo ich mich sonst nur in Ausnahmefällen hin wage: Der Dschungel der „Hilfe“-Angebote wartet auf mich. Mehrfach wird mir empfohlen, doch eine „Hilfe“-App zu installieren, dann wären alle meine Probleme gelöst. Ich erwäge das kurz, dann fällt mir allerdings der Hauptgrund ein, warum ich mir ein neues Smartphone bestelle: Die meisten Apps laufen nicht mehr auf meinem alten Betriebssystem. Mit einem hysterisch-verzweifelten Kichern suche ich weiter nach dem Grund für den Fehler – und werde schließlich fündig: Anscheinend ist es so, dass der Internethandel einfach mal so entscheiden kann, dass er keine Lust auf Bankeinzug hat und das Geld ausschließlich per Kreditkarte haben möchte. Davon steht nichts in der Produktbeschreibung! Problem: Ich habe keine Kreditkarte! Auch niemand in meiner Familie hat eine Kreditkarte! Und wieder muss ich hinein in den „Hilfe-Dschungel“. Der Internethändler verweist darauf, dass ich mir ja auch bei ihm eine Kreditkarte bestellen kann. Ob ich da dann die Gebühren wenigstens per Bankeinzug bezahlen kann? Dann, die Lösung: Es gibt ja Geschenkkarten! Das macht die Sache richtig einfach: Ich muss nur zu meinem örtlichen Supermarkt gehen, mir eine Geschenkkarte auswählen, die an der Kasse bezahlen und damit dann im Internet die bestellte Ware bezahlen. So macht Shoppen im Internet Spaß – wenn man vorher noch zum Supermarkt laufen muss! Frustriert aber entschlossen gebe ich den Code der Geschenkgutscheinkarte beim Bezahlen ein. So, das Geld ist jetzt wenigstens bezahlt, damit sollte alles glatt laufen. Sollte. Zahlungsart abgelehnt!!! Aber wieso? Die Hilfe verrät es: Auch wenn mein Rechnungsbetrag nach dem Einlösen des Gutscheins 0 Euro anzeigt, ist immer noch die Zahlungsart Bankeinzug ausgewählt. Der Internethandel mag aber keinen Bankeinzug! Noch nicht einmal für 0 Euro! Ich setze mein „Indiana Jones“-Gesicht auf und tauche wieder in den „Hilfe-Dschungel“ ein. Dieses Mal noch tiefer! Schließlich lande ich bei der Chat-Hilfe – endlich! Kontakt zu einem richtigen Service-Mitarbeiter, wenn auch nur schriftlich! Mit rauchendem Kopf tippe ich mein Problem in den Computer. Die Dame schreibt mir, dass sie nur kurz die Zahlung auf Geschenkgutschein umstellen muss, dann soll alles laufen. Ich bin skeptisch und etwas peinlich berührt, weil ich denke, dass ich irgendeine Einstellung übersehen habe. Ich frage, wo denn diese Option sei. Die Dame erklärt mir jedoch, dass ich als Kunde das gar nicht selber einstellen kann – das können nur Service-Mitarbeiter. Für mich steht jedenfalls nach dieser Erfahrung fest: In den „Amazonas-Dschungel“ gehe ich nur noch in Notfällen. Da sind mir zu viele Fallstricke! ph


Gruppentreffen von „Tanzfidel“

WOLFSBURG. In der Begegnungsstätte Café „Schau-ins-Land“ des Diakonie-Hochhauses, Erich-Bammel-Weg 2, trifft sich jeden Dienstag von 9.30 bis 10.30 Uhr die Tanzgruppe „Tanzfidel“. Es wird im Kreis, in der Gasse, im Block oder in der Linie getanzt. Ein fester Tanzpartner wird nicht benötigt. Neue Mittänzer sind dem Veranstalter herzlich willkommen. Die Probestunde ist kostenlos. Informationen unter Telefon 05361/5011455.

Benefiz-Aktion für ready4work

GIFHORN. Am Freitag, 11. Januar, ab 19.30 Uhr gibt das Volkswagen Philharmonic Orchestra ein Konzert in der Gifhorner Stadthalle.

„Der Erlös des Benefizkonzerts geht an den Förderverein ready4work und kommt somit der beruflichen Zukunft junger Menschen der Region zugute. Mit den Erlösen unterstützt der RegionalVerbund für Ausbildung (RVA) junge Menschen, die Schwierigkeiten beim Start in das Berufsleben haben“, erläuterte Albrecht Düsel, Vorstandsmitglied des Fördervereins. Das Benefizkonzert finde bereits zum neunten Mal statt. Durch Aktionen und Spenden von mehr als 4 Millionen Euro wurden bislang 637 zusätzliche Ausbildungsplätze beim RVA gefördert.

Auf dem diesjährigen Orchesterprogramm stehen Kompositionen von Ludwig van Beethoven sowie Max Bruch. Karten sind für 15 Euro (zzgl. Vorverkauf-Gebühr) an der Konzertkasse der Stadthalle Gifhorn erhältlich. Weitere Informationen unter www.ready4work.de.

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