Wolfsburg

„An Kindern mangelt es nicht, aber an Fachkräften“

Ein Lied zum Auftakt. Die Kinder führten den selbstgeschriebenen Song über „Wolle Wolfsburg“ auf. Die Kita in Wendschott wird von der Arbeiterwohlfahrt betrieben.
Ein Lied zum Auftakt. Die Kinder führten den selbstgeschriebenen Song über „Wolle Wolfsburg“ auf. Die Kita in Wendschott wird von der Arbeiterwohlfahrt betrieben.

AWO-Kita in Wendschott wurde offiziell eröffnet

WENDSCHOTT (of). Die AWO-Kita Wendschott wurde vergangene Woche offiziell eröffnet. Dabei wurde auch eines deutlich: Es ist schön, wenn es neue Gebäude gibt, aber es wird auch Fachpersonal dringend benötigt.

„Die Eröffnung einer neuen Kindertagesstätte ist immer ein freudiges Ereignis“, sagte der stellvertretende AWO-Vorstandsvorsitzende, Dirk Bitterberg. Die städtische, von der AWO betriebene, Kita ist die insgesamt vierte unter dieser Trägerschaft in der VW-Stadt, bald sollen es fünf sein, wie Bitterberg ankündigte.

Die Kita in der Alten Schulstraße bietet Platz für 73 Kinder in zwei Krippengruppen mit 30 Plätzen, davon eine Ganztagsund eine Dreivierteltagsgruppe, und zwei Kita-Gruppen mit 43 Plätzen, davon eine Ganztagsund eine Dreivierteltagsgruppe mit Integration.

Vor der Ansprache hatten die Kita-Kinder den Erwachsenen noch ein Ständchen gebracht. Darunter war auch der selbstgetexte „Wolle Wolfsburg Song“ bei dem die Kleinen die Besonderheiten Wolfsburgs besangen.

Dirk Bitterberg, Iris Bothe, Klaus Mohrs und Kita-Leiterin Astrid Weinrich mit Kindern der neuen AWO-Kita Wendschott (v. l.).
Dirk Bitterberg, Iris Bothe, Klaus Mohrs und Kita-Leiterin Astrid Weinrich mit Kindern der neuen AWO-Kita Wendschott (v. l.).
Eine Besonderheit Wolfsburgs hatte auch Oberbürgermeister Klaus Mohrs ausgemacht. „Die Kita ist sehr großzügig gebaut, das ist nicht unbedingt selbstverständlich, aber es ist uns wichtig.“ Trotz schwieriger Finanzlage der Stadt sei das Geld gut angelegt, wie Mohrs betonte. Das Angebot mit Krippen und Ganztagsgruppen nannte der OB zeitgemäß, es zeige sich dadurch wie sich die Gesellschaft verändere. „Vor 20 Jahren gab es fast nur Halbtagsgruppen“, erinnerte sich Mohrs.

Stadträtin Iris Bothe dankte den Beteiligten für die gemeinsame Arbeit. Sie stellte aber gleichzeitig heraus, dass es mit dem Betreuungsplätzeangebot in diesem Jahr erstmals knapp werden könne. „Wir unternehmen größte Anstrengungen, um das zu leisten“.

Dirk Bitterberg sprach ein weiteres Problem an: „Laut einer Schätzung der Bertelsmannstiftung fehlen 100.000 Vollzeitkräfte.“ An Kindern mangele es den Kitas also nicht, aber an Fachkräften.

Kita-Leiterin Astrid Weinrich dankte ihren Mitarbeiterinnen für die gute pädagogische Arbeit und „der starken Elternvertretung für die tolle Zusammenarbeit“.

Die Kita ist der Ersatz für die AWO-Kita in Westhagen, die aus baulichen Gründen schließen musste. Die meisten der zwölf Mitarbeiterinnen der Kita Wendschott wurden aus Westhagen übernommen.