Wolfsburg

Bsirske: „Der Ball liegt im Spielfeld der Arbeitgeber!“

Der Höhepunkt des Arbeitskampfes war bisher die zentrale Kundgebung auf dem Bremer Markt am Mittwoch. Foto: ver.di/Matthias Klump
Der Höhepunkt des Arbeitskampfes war bisher die zentrale Kundgebung auf dem Bremer Markt am Mittwoch. Foto: ver.di/Matthias Klump

Tarifrunde der Länderbeschäftigten: 7.000 Demonstranten

BREMEN. Mit zahlreichen Warnstreiks hat die Gewerkschaft ver.di die Forderungen der Beschäftigten im öffentlichen Dienst unterstrichen. Höhepunkt war eine Kundgebung auf dem Bremer Markt mit über 7.000 Teilnehmern.

Hauptredner dort war Frank Bsirske. „Der Ball liegt im Spielfeld der Arbeitgeber. Es ist an ihnen, jetzt endlich ein Angebot vorzulegen, das diesem Begriff gerecht wird“, forderte der ver.di-Chef. Landesleiter Detlef Ahting forderte den niedersächsischen Finanzminister Reinhold Hilbers und die Finanzsenatorin Karoline Linnert auf, dass die Länderbeschäftigten nicht länger von der allgemeinen Einkommensentwicklung abgekoppelt werden dürften.

In Niedersachsen und Bremen legten Landesbeschäftigte aus verschiedenen Landesbehörden die Arbeit nieder. Besonders merkbar sei der Streik an den niedersächsischen Universitätskliniken gewesen. In Hannover, Göttingen und Oldenburg wurde laut Gewerkschaft lediglich ein Notdienst aufrecht erhalten. An anderen Stellen sorgten Brückenwärter durch Sperrungen dafür, dass Autofahrer lange Umwege in Kauf nehmen mussten.

„Die Arbeitgeber haben genau noch einen Tag Zeit, um zur Vernunft zu kommen“, so Ahting, der seit diesem Donnerstag bei der nächsten Verhandlungsrunde in Potsdam dabei ist. „Legen Sie endlich ein Angebot vor, das Sie bis heute verweigert haben. Hören Sie auf, auf Zeit zu spielen“, sagte der Landesleiter. Die Stimmung unter den Beschäftigten sei schlecht, sie erwarten spürbare Verbesserungen für ihre gute und wichtige Arbeit.

Die Forderung seien 6 Prozent, mindestens aber 200 Euro, für die Pflege werde ein Extra-Betrag von 300 Euro aufgerufen. Ein Ergebnis der Tarifrunde gab es bis zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe des Wolfsburger Kuriers noch nicht. Im Falle eines Abbruchs drohen weitere Streiks.