Wolfsburg

„Der Fachkräftemangel könnte Versorgung der Bürger gefährden“

Immacolata Glosemeyer
Immacolata Glosemeyer
Ludmilla Neuwirth
Ludmilla Neuwirth

SPD und CDU wollen sich für pflegende Angehörige einsetzen

WOLFSBURG. Die Situation von pflegenden Angehörigen möchten die Fraktionen von SPD und CDU in Wolfsburg verbessern und dazu mehrere Anträge auf den Weg bringen. In einer Pressemeldung wurden Details erläutert.

„Die physische und psychische Belastung für Personen, die sich teilweise aus dem Beruf zurückziehen, um sich um pflegebedürftige Familienangehörige zu kümmern, ist enorm“, sagt Sozialausschuss-Vorsitzende Immacolata Glosemeyer (SPD). Um diese zu unterstützen schlagen SPD und CDU vor, ein Konzept zur Versorgung bei Pflegenotfällen in der häuslichen Pflege zu erstellen.

„Die Verwaltung soll in Zusammenarbeit mit dem ,Runden Tisch Pflege‘ ein Modell für ein Pflegenotfall-Telefon oder ein vergleichbares Angebot entwickeln, ähnlich wie den Kinder-Betreuungs-Notruf Kaleo“, so Glosemeyer. Zudem soll ein Kurs zur Unterstützung von pflegenden Familienangehörigen angeboten werden.

„In Frage käme dafür eine Bildungseinrichtung wie die VHS oder ein Träger aus dem Bereich der Pflege“, erläutert Ludmilla Neuwirth (CDU), stellvertretende Vorsitzende des Sozial- und Gesundheitsausschusses.

Mit einem weiteren Antrag fordern SPD und CDU, dass ein Fonds für Aus- und Weiterbildung und Anwerbekosten im Bereich Pflege aufgelegt wird. „Der Fachkräftemangel im Bereich Gesundheit und Pflege ist eklatant. Wir benötigen dringend mehr Fachpersonal“, sagt Glosemeyer. Denn um die Einrichtungen aufrechterhalten zu können, müsse dringend gegengesteuert werden. „Sonst ist tatsächlich auch die Gesundheit und Versorgung jedes Einwohners gefährdet, der nicht schnell oder umfassend genug Unterstützung erfahren kann, weil es an Fachpersonal fehlt“, erklärt Ludmilla Neuwirth.