Wolfsburg

„Ereignisreiches, turbulentes und arbeitsreiches Jahr 2018“

2019 bekam die Hoffmannstadt einen neuen „alten“ Bewohner – Hoffmann von Fallersleben wurde mit einer Statue am Piepenpahl verewigt. Archivfoto: ph
2019 bekam die Hoffmannstadt einen neuen „alten“ Bewohner – Hoffmann von Fallersleben wurde mit einer Statue am Piepenpahl verewigt. Archivfoto: ph

Jahresrückblick der Ortsbürgermeisterin Bärbel Weist

FALLERSLEBEN (ph). In der Hoffmannstadt ist ein besonderes Jahr zuende gegangen. Ortsbürgermeisterin Bärbel Weist wirft in der aktuellen Ausgabe vom Wolfsburger Kurier einen Blick zurück auf die vergangenen zwölf Monate.

„Das Jahr 2018 war nicht nur wegen der großen Hitze und der langen Sommer-Wetter-Periode ein besonderes Jahr. Es war auch ein ereignisreiches – ich könnte auch sagen arbeitsreiches und turbulentes Jahr. Dem Freibad bescherte der ‚Jahrhundertsommer‘ schon am 8. August den 100.000 Besucher“, berichtet Weist. Aber es gab auch Probleme. „Sogar die Fahrstühle am Bahnhof Fallersleben blieben häufiger als in den Jahren zuvor stecken“, so Weist.

In jüngster Zeit häuften sich zudem Anträge auf Abbruch historischer Gebäude und Neubebauung im historischen Ortskern von Fallersleben. 2017 und 2018 wurden vier Häuser in der Bahnhofstraße und ein weiteres Haus an der Gifhorner Straße abgerissen. Weist: „Der Ortsrat Fallersleben-Sülfeld und die Fachverwaltung der Stadt Wolfsburg ergriffen daraufhin die Initiative: Es galt, eine neue Erhaltungssatzung für den historischen Ortskern Fallersleben zu erarbeiten.“ Die Beschlussfassung soll Anfang 2019 erfolgen.

Im Jahr 2018 gab es auch personelle Veränderungen: In der ev.-luth.Michaelis-Kirchengemeinde wurden nach einer längeren Vakanz die Pastorenstellen wieder besetzt. Pfarrer Oliver Lellek verließ die katholische St. Marien-Kirchengemeinde nach rund zehn Jahren – einen Nachfolger gibt es bisher nicht. Mitte des Jahres übernahm Maren Körber die Leitung des Schwefelbades. Anfang November wurde Sascha Knetsch als Direktor des Gymnasiums Fallersleben ins Amt eingeführt.

Im Februar wurde das Rathaus Fallersleben nach umfangreicher Generalsanierung fertiggestellt. „Die Bevölkerung, die zum ‚Tag der offenen Tür‘ mit Kaffee und Kuchen eingeladen wurde, zollte viel Lob für die gelungene Sanierung“, so die Ortsbürgermeisterin. Auch die Sanierungsarbeiten am Saal des Hoffmannhauses wurden fertiggestellt. Weist: „Der große Saal fehlte; viele Veranstaltungen von Vereinen und Organisationen fanden nicht statt.“

„Der Abbruch der beiden im Eigentum der Volksbank stehenden Gebäude in der Bahnhofstraße stellte Eigentümer und Mieter der benachbarten Häuser, Geschäfte, Betriebe und Wohnungen auf eine harte Probe. Insbesondere die Abrissarbeiten stießen bei den hohen Temperaturen an die Grenzen der Zumutbarkeit“, so Weist. Auch auf weitere Neuheiten weist die Ortsbürgermeisterin hin: ein „Familien-Nest“ in der Mozartstraße, der Radweg zwischen Sülfeld und Ehmen, der Baseball-Platz am Windmühlenberg, neue Spielgeräte auf dem Spielplatz Corveystraße. Auch der 220. Geburtstag von Heinrich Hoffmann von Fallersleben wurde gewürdigt – unter anderem mit einer Bronze- Skulptur des Dichters.

Den Preis für zeitkritische Literatur, ausgelobt von der Hoffmann von Fallersleben-Gesellschaft und gesponsert von der Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg erhielt der ehemaligen Richter am Verfassungsgericht, Dieter Grimm. „Ein besonderes Jubiläum gab es in Sülfeld. Die Markus-Kirchengemeinde feierte das 700-jährige Bestehen der Kirche. Der Landfrauenverein Fallersleben und Umgebung blickte auf 70 Jahre, die Gymnastik-Abteilung im TSV Sülfeld auf 50 Jahre, die Rhönrad-Sparte und die Radsparte im VfB Fallersleben auf jeweils 30 Jahre und der Sülfelder Reitverein Centaurus auf 10 Jahre zurück“, so die Ortsbürgermeisterin weiter.

Der Jahresrückblick aus der Hoffmannstadt wird in einer der folgenden Ausgabe fortgesetzt. Am heutigen Sonntag, 6. Januar lädt die Ortsbürgermeisterin Bärbel Weist ab 17 Uhr zum Neujahrstreff auf dem Fallersleber Schlosshof ein.