Wolfsburg

Filialschließungen sind bei Verschmelzung nicht geplant

Gerhard Döpkens, Vorstand der Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg Archivfoto: ph
Gerhard Döpkens, Vorstand der Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg Archivfoto: ph

Fusionieren die Sparkassen Gifhorn-Wolfsburg und Celle?

WOLFSBURG/CELLE. Die Verwaltungsräte der Sparkassen Gifhorn-Wolfsburg und Celle haben Mitte Dezember 2018 die Vorstände beider Häuser mit der Aufnahme von Fusionsverhandlungen beauftragt.

„Hier begegnen sich zwei Sparkassen auf Augenhöhe“, sagt Gifhorns Landrat Andreas Ebel. Eine Fusion würde zwei kraftvolle Partner zusammenbringen, die mit einem nach vorne gerichteten Blick die Marktposition ausbauen würden. „Wir möchten die Chance nutzen, dass beide Häuser jeweils aus der Position der Stärke heraus gemeinsam noch erfolgreicher werden“, so der Gifhorner Landrat weiter.

Gerhard Döpkens, Vorstand der Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg, hebt hervor: „Beide Sparkassen verfügen über identische oder ähnliche Strukturen. Wir arbeiten schon heute in unterschiedlichen Bereichen vertrauensvoll und mit guten Ergebnissen zusammen und wissen, dass wir voneinander in hohem Maße profitieren können.“ Beide Häuser haben auf die Herausforderungen des Niedrigzinsniveaus und besonders des deutlich veränderten Kundenverhaltens überzeugende Antworten gefunden, heißt es in einem Presseschreiben der Sparkasse. „Auch ohne Fusion sind wir den Anforderungen gewachsen“, betont Döpkens.

Nach Analyse und Bewertung der Ausgangslage und der strategischen Optionen seien Vorstände, Verwaltungsräte und Personalratsvorsitzende davon überzeugt, dass ein gemeinsames Haus deutliche Mehrwerte für Kunden und die Region und nicht zuletzt für die Sparkassen selbst und die Mitarbeiter ermöglichen würde. Ein Zusammenschluss soll den Weg für ein langfristig noch erfolgreicheres Wirken ebnen, würde neue Wachstumschancen eröffnen und die Innovationskraft stärken, vor allem Investitionen in digitale Lösungen in größerem Umfang erlauben, heißt es in der Pressemeldung weiter.

Die Fusion würde spürbare Synergieeffekte mit sich bringen. „Wir alle haben die Überzeugung gewonnen, dass die Chancen, schneller und erfolgreicher unterwegs zu sein, in einer größeren Sparkasse deutlich besser sein werden“, sagt Döpkens.

„Wir wollen langfristig nah bleiben und damit unsere Kompetenz vor Ort zeigen und unser Engagement für die Menschen in unserem Geschäftsgebiet leben.“ Das neue Haus hätte rund 225.000 Privat- und Firmenkunden und wäre mit einer Bilanzsumme von etwa 6,2 Mrd. Euro die fünftgrößte Sparkasse in Niedersachsen. Es soll im Zusammenhang mit der möglichen Fusion zu keinen weiteren Filialschließungen kommen. Ebenso seien betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen. Die Ergebnisse der Fusionsverhandlungen sollen spätestens im März 2019 vorliegen und den Gremien für den weiteren Entscheidungsprozess vorgestellt werden.

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