Wolfsburg

Für die Arbeitnehmer „geht es um die Wurst“

Es geht um die Wurst – unter diesem Motto fordert Verdi 6 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten der Kommunen – in Wolfsburg legten Bereiche der Stadtverwaltung für zwei Stunden die Arbeit nieder.
Es geht um die Wurst – unter diesem Motto fordert Verdi 6 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten der Kommunen – in Wolfsburg legten Bereiche der Stadtverwaltung für zwei Stunden die Arbeit nieder.

Erste Warnstreiks im öffentlichen Dienst in Wolfsburg

WOLFSBURG (ph). Bei den Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst gibt es noch keinen Durchbruch. Auch in Wolfsburg hat die Gewerkschaft Verdi in dieser Woche zu ersten Warnstreiks aufgerufen.

Unter dem Motto „Es geht um die Wurst“ verteilte die Gewerkschaft auf dem Rathausvorplatz Hotdogs an rund 150 Arbeitnehmer. Betroffen von dem zweistündigen Warnstreik waren Mitarbeiter der Kernverwaltung, der Bürgerdienste, des Grünflächen- und des Straßenbauamtes sowie der Bibliothek, der Sparkasse und einer Kindertagesstätte.

Verdi fordert für die Beschäftigten der Kommunen und des Bundes, sowie für die Sparkasse, den ÖPNV und die Ver- und Entsorger 6 Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 200 Euro, 100 Euro mehr Vergütung für Auszubildende und Praktikanten sowie eine unbefristete Übernahme der Auszubildenden nach erfolgreichem Abschluss. In der ersten Verhandlungsrunde hatten die Arbeitgeber noch kein Angebot vorgelegt.

Gerade in der momentanen Situation würden die Beschäftigten im öffentlichen Dienst ihre hohe Leistungsbereitschaft beweisen und erwarten, an der konjunkturellen Entwicklung teilzuhaben. Zudem müsse der Abstand bei den Einkommen zur Privatwirtschaft kleiner werden, fordert Verdi-Gewerkschaftssekretär Nico Limprecht: „Die Wirtschaft boomt, die Steuereinnahmen sprudeln und Fachkräfte werden – auch bei Kommunen, den Kindergärten und Verkehrs- und Versorgungsbetrieben händeringend gesucht.“

Auch Detlef Schulz vom Straßenbauamt beteiligte sich am Warnstreik: „Der Lebensunterhalt wird auch immer teurer. Dieses Mal sollte die Erhöhung deshalb auch tatsächlich auf ein Jahr gelten.“

Von Montag, 12., bis Dienstag, 13. März ist die zweite Verhandlungsrunde in Potsdam angesetzt.
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