Wolfsburg

Für mehr als 50 Besucher wurde „reichlich gedeckt“

Der Arbeitskreis ANW der IG Metall bot ein Frühstück zum Austausch unter Erwerbslosen an. Foto: IG Metall Wolfsburg
Der Arbeitskreis ANW der IG Metall bot ein Frühstück zum Austausch unter Erwerbslosen an. Foto: IG Metall Wolfsburg

IG Metall lud zum Erwerbslosenfrühstück ein

WOLFSBURG. Kürzlich veranstaltete der Arbeiterkreis ANW (Arbeitslos nicht wehrlos) der IG Metall wieder ein Erwerbslosenfrühstück anlässlich des Weltarmutstages. Auch ein Austausch untereinander wurde ermöglicht.

„Seit nunmehr sieben Jahren laden wir zweimal im Jahr zu diesem Frühstück ein“, berichtet die Gewerkschaftssekretärin der IG Metall Wolfsburg, Alina Roß, „Mehr als 50 Besucher waren diesmal der Einladung gefolgt.“ Die Tische im Gewerkschaftshaus seien wieder reichlich gedeckt worden. Darüber hinaus: „Wir möchten den Leuten eine Plattform geben, ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen“, sagt Elke Zitzke, ehrenamtliches Mitglied des Arbeitskreises. „Ob es nun um den Umgang mit Ämtern oder aber einem sinnvollen Energieverbrauch geht – der ANW hilft.“

Der Hintergrund der Veranstaltung: Immer mehr Menschen können sich das Wohnen nicht mehr leisten. Außerdem fehlt bezahlbarer Wohnraum.

Das betrifft insbesondere die 7,9 Millionen Empfänger von Hartz IV und Sozialhilfe (Stand Ende 2016). Aber auch betroffen sind „Erwerbslose, gefolgt von Alleinerziehenden und kinderreichen Familien. Laut dem Deutschen Kinderschutzbund sind es in Wolfsburg 2.912 Kinder, die von der Einkommensarmut der Eltern betroffen sind. Dies entspricht einem Anteil von 14,7%“, so Dieter Pfeiffer, stellvertretender Sprecher des ANW.

Zur Folge habe dies, dass ein Leben unterhalb des Existenzminimums wegen nicht übernommener Wohnkosten geführt werden muss. Denn die Jobcenter und Sozialämter übernehmen die Miete nur bis zu einer regelmäßig zu niedrig bemessenen Obergrenze. So haben 2016 alleine Arbeitslosengeld- II-Berechtigte 594 Millionen Euro aus dem Regelsatz – der ohnehin vorne und hinten nicht reicht und noch nicht mal das Existenzminimum abdeckt – für das Wohnen dazuzahlen müssen, berichtete der Arbeitskreis.

Lag im Jahre 2015 die Anzahl der Sozialwohnungen am Geschosswohnungsbestand in Wolfsburg zwischen 4% und 6%, muss davon ausgegangen werden, dass diese Anzahl weiter zurückgehen wird, da die Mietbindung nach 20 Jahren endet.

„Daher fordert der Arbeitskreis ‚ANW‘ die Bundesregierung auf, die Sicherung der Unterkunftskosten von Menschen, die auf Leistungen zum Lebensunterhalt angewiesen sind, endlich bedarfsdeckend und menschenwürdig auszugestalten sowie die tatsächlichen Haushaltsenergiekosten zu übernehmen“, so Pfeiffer.

Laternenumzug in Detmerode

WOLFSBURG. Das Freizeitheim Detmerode der städtischen Jugendförderung lädt am Mittwoch, 7. November, in Kooperation mit dem Neuland Jugendtreff Detmerode zu einem Laternenumzug ein. Start ist um 17.30 Uhr am Freizeitheim Detmerode.

Unter musikalischer Begleitung der Siebenbürger Blaskapelle geht es dann durch den Stadtteil. Im Anschluss können sich die Teilnehmer bei Bratwurst und frischen Waffeln sowie Kinderpunsch stärken. Weitere Informationen sind beim Freizeitheim Detmerode, telefonisch unter 05361/774644 zu erhalten.

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