Wolfsburg

Hageberg: Bau für Flüchtlinge und Hartz IV-Bezieher

Stadträtin Monika Müller und der Leiter des Geschäftsbereiches Soziales und Gesundheit, Lothar Laubert, stellten die Pläne der Stadt Wolfsburg vor.
Stadträtin Monika Müller und der Leiter des Geschäftsbereiches Soziales und Gesundheit, Lothar Laubert, stellten die Pläne der Stadt Wolfsburg vor.

Stadt Wolfsburg braucht bis August weitere Wohnungen

WOLFSBURG (of). Als im Jahr 2015 die Flüchtlingsströme nach Europa kamen, baute die Stadt Wolfsburg mehrere Unterkünfte neu. Eine davon befindet sich am Hageberg und soll jetzt weiter genutzt werden.

„In diesem Jahr wird Wolfsburg noch rund 500 Flüchtlinge aufnehmen“, kündigte Dezernentin Monika Müller bei einem Pressegespräch an.

Insgesamt muss Wolfsburg rund 750 Geflüchtete unterbringen. Seit August 2018 kommen Asylbewerber nach Wolfsburg. Die Stadt muss noch eine Aufnahmequote nacherfüllen, die vom Land Niedersachsen vorgeschrieben wurde.

Ein Drittel der Menschen sei schon in der Stadt angekommen, bis August 2019 sollen die restlichen Geflüchteten in Wolfsburg ankommen. Das könnte zur Folge haben, dass im August die Unterkünfte in Wolfsburg voll belegt sind, da in den Heimen schon anerkannte Flüchtlinge leben, die in Wolfsburg allerdings keine Wohnung finden. Zur Zeit kommen im Schnitt zwölf Flüchtlinge pro Woche nach Wolfsburg, demgegenüber stehen im Schnitt drei Abgänge.

Aktuell sind noch 305 der 1.141 Plätze in den Unterkünften frei, das könnte im Sommer aber anders aussehen. Die größten Unterkünfte gibt es in der Dieselstraße (315 Plätze), der Theodor-Heuss-Straße (240) und am Drömlingstadion (259).

Eine Unterkunft allerdings blieb in der Flüchtlingskrise ungenutzt: Das neu gebaute Haus am Hageberg in Höhe des Mobil-Life-Campus. Hier möchte die Stadt sowohl HartzIV-Empfänger als auch Geflüchtete unterbringen. „Wir haben dringenden Bedarf an Wohnungen! Private Vermieter können sich gerne bei uns oder der Flüchtlingshilfe melden“, appelliert Lothar Laubert, Leiter des Geschäftsbereiches Soziales, an die Wolfsburger.