Wolfsburg

„Neues Gebäude“ am Klieversberg: Panoramafenster mit Stadtblick

Die Preisträgerin Ann-Kathrin Lepke (mitte) unter weiteren ausgezeichneten Studenten und Preisgerichtsmitgliedern sowie Gastjuror Tristan Kobler (r.). Foto: Stadt Wolfsburg, Lars Landmann
Die Preisträgerin Ann-Kathrin Lepke (mitte) unter weiteren ausgezeichneten Studenten und Preisgerichtsmitgliedern sowie Gastjuror Tristan Kobler (r.). Foto: Stadt Wolfsburg, Lars Landmann

Ann-Kathrin Lepke (TU BS) gewinnt studentischen Ideenwettbewerb

WOLFSBURG. Wo und wie können Impulse für eine künftige mögliche Weiterentwicklung Wolfsburgs gesetzt werden, ohne das bauliche und kulturelle Erbe aus dem Blick zu verlieren?

Dies war eine zentrale Fragestellung des studentischen Ideenwettbewerbs „Wolfsburg Award für urban vision“ 2018.

Ann-Katrin Lepke von der TU Braunschweig konnte den Wettbewerb für sich entscheiden. Die Architekturstudentin konnte sich mit ihrer Idee unter 43 Mitbewerbern beim elften „Wolfsburg Award for urban vision“ durchsetzen und gewann den mit 2.600 Euro dotierten ersten Preis. Entstanden ist die Arbeit an der TU Braunschweig bei Prof. Werner Kaag.

Der erste Preis sowie drei Anerkennungen wurden kürzlich im Rahmen eines Festakts in der Neuen Schule verliehen und durch Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide sowie den Juryvorsitzenden Prof. Georg Skalecki (Bremen) und den Gastjuror Prof. Tristan Kobler (Zürich) überreicht.

Zum Wettbewerb sagte Kobler: „Die Offenheit der Themen macht den Wettbewerb weder für die teilnehmenden Studierenden, noch für die Jury einfacher, dafür aber interessanter.“ Zu den bekannten Projekten des Büros in der Region zählt das Speere-Museum „Paläon“ in Schöningen.

Der Beitrag von Ann-Kathrin Lepke entwirft auf dem Klieversberg ein Gebäude, das vor allem den besonderen Ort thematisiert. Einst für die NSStadtkrone vorgesehen, ist die Stadtterrasse heute zentraler Erholungs- und Naturraum. Das fiktive Gebäude setzt sich in Beziehung zu bestehenden städtebaulichen Achsen sowie zur umgebenden Landschaft. Ein Panoramafenster rahmt den Ausblick auf die Stadt.

„Uns geht es mit dem Wettbewerb keinesfalls darum, Orte oder Konzepte für künftige Bauvorhaben zu finden, sondern um grundsätzliche Fragen nach ungehobenem Potenzial und Impulsen für künftiges Denken“, sagte Stadtbaurat Hirschheide zur Begründung der Jury, Lepkes Beitrag auszuzeichnen.

Mit drei Anerkennungen würdigte das Preisgericht weitere Arbeiten aus Braunschweig und Hannover. Die städtebauliche Arbeit „Renewal Hellwinkel“ von Theresa Marie Bublitz beschäftigt sich mit der Modernisierung und Nachverdichtung der Bebauung am Hellwinkel aus den 1950er Jahren.

Mit „Pieces for Livin City“ haben Hans-Martin Peters und Henry Schraad (Leibniz Universität Hannover) eine Strategie zum Umgang mit den dezentralen Quartiersplätzen vorgeschlagen. Interventionen im öffentlichen Raum sollen Anwohner zum aktiven Mitgestalten animieren.

Seit 2007 sind rund 600 Teilnehmer der Einladung zum Wettbewerb gefolgt und haben sich mit Wolfsburg zu historischen, architektonischen und städtebaulichen Themenstellungen beschäftigt. Konkrete Planungsgebiete oder Entwurfsaufgaben werden durch die Auslobung dabei nicht vorgegeben.

Gesucht werden Arbeiten, die aus dieser Auseinandersetzung heraus starke Ideen und innovative Visionen für die Zukunft der Stadt entwickeln.

Insgesamt hat das Preisgericht unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Georg Skalecki (Bremen) sechs Arbeiten nominiert, die in einer Ausstellung in der Bürgerhalle gezeigt und in einer Wettbewerbsdokumentation veröffentlicht wurden.

Die Dokumentation der nominierten und ausgezeichneten Arbeiten lässt sich über das Forum Architektur der Stadt Wolfsburg unter 05361/282814 oder per E-Mail an wolfsburgaward@ stadt.wolfsburg.de kostenfrei anfordern und steht unter www.wolfsburg.de/architektur zum Download bereit.


Forschungsstudie: Wie gut lebt es sich in Wolfsburg?

Bürger werden bis Ende Januar zur Lebensqualität befragt

WOLFSBURG. Bis Ende Januar läuft eine Bürgerbefragung in Wolfsburg. In der Stadt werden dafür zufällig ausgewählte Bürger telefonisch befragt.

In Anlehnung an die europaweit durchgeführte Urban Audit- Studie führt das Markt- und Sozialforschungsinstitut IFAK aus Taunusstein im Auftrag einer bundesdeutschen Arbeitsgemeinschaft von Städten (KOSIS- Gemeinschaft) eine Bürgerbefragung zur Lebensqualität in deutschen Städten durch.

In Wolfsburg werden dafür 500 zufällig ausgewählte Bürger telefonisch befragt. Die Stadt beteiligt sich zum zweiten Mal nach 2015 an der Studie. Insgesamt machen 24 deutsche Kommunen unterschiedlicher Größe bei der Umfrage mit.

Ziel der Studie ist es, verschiedene Aspekte der Lebensqualität zu erheben. Die Städte gewinnen dadurch wichtige Informationen, in welchen Bereichen die Bürger mit ihrer Stadt zufrieden sind und wo es eventuell noch Entwicklungsbedarf gibt.

Die Teilnahme an der telefonischen Befragung ist freiwillig. Die Antworten werden vertraulich behandelt. Es werden keine Einzelangaben zu Personen veröffentlicht, sondern grundsätzlich nur in Form zusammengefasster Statistiken dargestellt.

Die teilnehmenden Städte sind: Aachen, Augsburg, Braunschweig, Darmstadt, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt a.M., Freiburg, Fürth, Ingolstadt, Karlsruhe, Kassel, Koblenz, Köln, Konstanz, Mannheim, Nürnberg, Osnabrück, Recklinghausen, Saarbrücken, Stuttgart, Wolfsburg, Würzburg und Zwickau.

Wie die Stadt Wolfsburg in einer Pressemeldung abschließend mitteilte, soll die Befragung im Januar 2019 enden.