Wolfsburg

38.000 Patienten waren letztes Jahr in der Notfallaufnahme

Die Kapazitäten der Notfallaufnahme sind ausgeschöpft – letztes Jahr wurden rund 38.000 Patienten aufgenommen.
Die Kapazitäten der Notfallaufnahme sind ausgeschöpft – letztes Jahr wurden rund 38.000 Patienten aufgenommen.

Jahresbericht der Notfallaufnahme wurde vorgestellt

WOLFSBURG (nd). Am Dienstag tagte der Klinikumsausschuss. Auf der Tagesordnung standen u. a. die Präsentation des aktuellen Berichts der Zentralen Notfallaufnahme (ZNA) und der Wirtschaftsplan 2019 des Klinikums.

Im Vorfeld der Ausschusssitzung luden Vertreter des Klinikumsausschusses zum Pressegespräch ein.

„Seit Januar letzten Jahres ist das Klinikum Wolfsburg Mitglied im Krankenhausverbund Clinotel“, erläuterte Dr. Bernadett Erdmann, Chefärztin der ZNA beim Pressetermin. 63 Krankenhäuser, „städtische und freigemeinnützige“ sind Mitglied im Verbund, so Klinikumsdirektor Wilken Köster. Eine Mitgliedschaft habe den Vorteil, dass die jährlichen Berichte der Krankenhäuser miteinander im Vergleich stehen, ergänzte Müller. So könnten sich die Clinotel-Krankenhäuser über Verbesserungen und Problemlösungen austauschen. In diesem Rahmen wurden 4.988 standardisierte Fragebögen von Wolfsburger Patienten ausgefüllt und nun vom Beschwerdemanagement des Klinikums Wolfsburg ausgewertet.

„Überwiegend bewerteten die Befragten ihren Klinikumsaufenthalt mit sehr gut bis gut“, erläuterte Dr. Akhil Chandra, Medizinischer Direktor. Hierzu zählen die Faktoren Behandlungserfolg, ärztliches Personal, Pflegepersonal und „Hotellerie“.

Auffälligkeiten seien laut Chandra lediglich bei der Organisation des Aufnahmeverfahrens und der langen Wartezeiten zu verzeichnen: Die Organisation der Clinotel-Krankenhäuser wurde durchschnittlich mit 84,7 Prozent positiv bewertet. Dagegen bewerteten 81,4 Prozent der Befragten die Organisation in der Wolfsburger Notfallaufnahme mit sehr gut bis gut. Außerdem wurden die Wartezeiten in den Clinotel-Krankenhäusern mit einem Zufriedenheitsindex von 76,2 Prozent bewertet. Vergleichsweise herrscht in Wolfsburg „nur“ zu 69,4 Prozent Zufriedenheit, so Chandra.

Die Anzahl der Patientenbeschwerden in der ZNA ist rückläufig: Letztes Jahr wurden hier rund 38.000 Patienten behandelt – eingereicht wurden 147 Beschwerden, zwei weniger als im Vorjahr. Dabei richteten sich die meisten Beschwerden, mit 36 an der Zahl an die ZNA. Nach wie vor liegt der Schwerpunkt der Beschwerden in der Kommunikation und Organisation in der ZNA.

Die Wartezeit bis zur ersten medizinischen Einschätzung ist von sieben auf sechs Minuten gesunken. Im Gegensatz dazu ist die Behandlungs- und Aufenthaltszeit von zwei auf zweieinhalb Stunden gestiegen. „Das liegt an den gestiegenen Fallzahlen“, so Chefärztin Erdmann. Die ZNA sei einst für 24.000 Patienten errichtet worden.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt im Klinikumsausschuss war der Wirtschaftsplan 2019. „Für dieses Jahr planen wir ein ausgeglichenes Ergebnis“, so Köster. Denn letztes Jahr konnte die Klinikumskasse durch die hohen Kosten im vierten Quartal nicht ausgeglichen werden. Unter anderem lagen die Kosten im Bereich der medizinischen Versorgung deutlich über den Werten. Der „Erfolgsplan“ für 2019 mit Erträgen in Höhe von rund 162.000 Euro wurde einstimmig vom Ausschuss empfohlen. Alle Inhalte der Vorlage gibt es auf www.wolfsburg.de.