Wolfsburg

Brexit und US-Strafzölle bremsen Volkswagen aus

Volkswagen rechnet mit zusätzlichen Belastungen – auch durch die geplanten US-Strafzölle auf ausländische Autos. Symbolfoto: Volkswagen AG
Volkswagen rechnet mit zusätzlichen Belastungen – auch durch die geplanten US-Strafzölle auf ausländische Autos. Symbolfoto: Volkswagen AG

Leichter Rückgang bei den Zahlen des VW-Konzerns

WOLFSBURG (ph). Mit weltweit 882.200 Fahrzeugausgelieferungen im Januar, 1,8 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, ist der Volkswagen Konzern – laut Presseinformation – „solide ins neue Jahr gestartet.“

Trotz des leichten Minus sei es dem Konzern gelungen, in einem insgesamt rückläufigen Weltmarkt Anteile zu gewinnen. Dies sei in Europa, Südamerika, und Asien/Pazifik der Fall. Besonders im größten Einzelmarkt China habe sich der Konzern der anhaltenden Schwäche des Gesamtmarktes nicht vollständig entziehen, habe aber mit einem Rückgang von 2,9 Prozent „deutlich besser als der Gesamtmarkt“ abgeschnitten. Christian Dahlheim, Leiter Konzern Vertrieb: „Der Volkswagen Konzern ist mit einem relativ stabilen Auslieferungsergebnis solide ins neue Jahr gestartet. Es ist ein gutes Ergebnis, dass wir in einem weltweit insgesamt rückläufigen Gesamtmarkt Marktanteile dazugewinnen konnten. Das zeigt, wie stark unsere Marken und ihre Produkte sind. Das anhaltend volatile geopolitische Umfeld sowie aufziehende konjunkturelle Risiken in einzelnen Märkten werden unser Geschäft in diesem Jahr entscheidend beeinflussen, wobei ich mit Blick auf China und Brexit besondere Herausforderungen vor allem in den ersten Monaten des Jahres sehe.“ Auch die geplanten US-Strafzölle bedeuten eine große Herausforderung. Laut Medienberichten sprach VW-Chef Herbert Diess gegenüber der „Financial Times“ von einer möglichen Belastung für den Konzern in Höhe von 2,5 Milliarden Euro. Innerhalb von 90 Tagen muss US-Präsident Donald Trump darüber entscheiden, ob Zölle von bis zu 25 Prozent verhängt werden sollen. Die EU und Deutschland haben angekündigt, auf etwaige Sonderzölle entsprechend reagieren zu wollen – so ein Sprecher von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am Montag in Brüssel.