Wolfsburg

Kitas, Schule, Busse und mehr Einrichtungen betroffen

Großkundgebung in Hannover rund 10.000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes folgten dem Aufruf von Ver.di in die Landeshauptstadt zu kommen. Foto: ver.di/Jelca Kollatsch
Großkundgebung in Hannover rund 10.000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes folgten dem Aufruf von Ver.di in die Landeshauptstadt zu kommen. Foto: ver.di/Jelca Kollatsch

Streik im öffentlichen Dienst sorgt für Behinderungen

WOLFSBURG/HANNOVER (ph). Keine Einigung in den Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst. Am Donnerstag gab es erneut Streiks und eine Großkundgebung.

Am Streik haben sich in Wolfsburg rund 200 Mitarbeiter der Stadt beteiligt. Betroffen waren von den Auswirkungen die Kitas, der Busverkehr, sowie die Geschäftsbereiche Grün, Straßenbau, Stadtbibliothek, Schule sowie Sport und Bäder in Wolfsburg. Die WVG konnte einen Notfahrplan durch ihre Subunternehmer anbieten, In den Wolfsburger Kitas wurde lediglich eine Notfallbetreuung angeboten.

Rund 10.000 Beschäftigte folgten dem Aufruf der Gewerkschaft „Ver.di“ zu einer Großkundgebung nach Hannover zu kommen, rund 3.500 Beschäftigte waren bei einer Kundgebung in Peine.

Ver.di-Landesleiter Detlef Ahting freut sich über hoch motivierte Beschäftigte, kennt aber auch den Grund dafür: „Die Arbeitgeber wiederholen gerade ein Ritual, das wir aus allen Tarifrunden seit 2006 kennen: Sie sagen, es sei kein Geld da. Bei besten Einnahmen und Haushaltsüberschüssen soll für die berechtigten Forderungen der Kollegen kein Geld da sein?“

Es gehe Ver.di darum, dass der öffentliche Dienst auch morgen konkurrenzfähig und attraktiv bleibt. „Das müsste eigentlich auch im Sinne der Arbeitgeber sein“, so Ahting. Auch Ver.di-Chef Bsirske hatte in seiner Rede in Hannover gefordert, dass alle Lohngruppen Lohnzuwächse bräuchten, insbesondere die unteren Einkommensgruppen benötigten einen deutlichen Sprung nach oben. Auch am Freitag wurde weiter gestreikt – vor allem in Hessen und Sachsen. Am Sonntag geht es in die dritte Tarifrunde in Potsdam. Die Gewerkschaften fordern für die rund 2,3 Millionen Beschäftigten sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro.