Wolfsburg

Wohnbauoffensive geht voran: 500 Wohneinheiten entstehen

Vetreter der Stadt, des Architekturbüros Brederlau und Holik und der Groth-Sahle-Projektentwicklung stellten die Bauplanung für das dritte „Sonnenkamp“-Quartier vor.
Vetreter der Stadt, des Architekturbüros Brederlau und Holik und der Groth-Sahle-Projektentwicklung stellten die Bauplanung für das dritte „Sonnenkamp“-Quartier vor.

Projektentwicklung des „Sonnenkamps“ wurde vorgestellt

WOLFSBURG (nd). Am Montag informierten Vertreter der Stadt, des Architekturbüros Brederlau und Holik und der Groth-Sahle-Projektentwicklung über den aktuellen Stand der Bauplanung für das Projekt „Sonnenkamp“. Der Baustart für das dritte Quartier ist für 2020/21 vorgesehen.

Anfang des Jahres 2015 wurde von der Stadt ein zweistufiger Ideenwettbewerb im Rahmen der Wohnbauoffensive ausgelobt. „Wir kontaktierten drei Büros: Brederlau und Holik, Christoph Kohl und Kuiper Compagnons. Der eingereichte Entwurf von Brederlau und Holik kam uns am meisten entgegen.“ Für einen von insgesamt fünf „Sonnenkamp“-Quartieren konnten sich die Braunschweiger Architekten Uwe Brederlau und Florian Holik durchsetzen.

In einem Vortrag stellten sie den Entwurf vor: Unter dem Motto „Ein Quartier – vielfältige Nachbarschaften“ gestaltet sich der städtebauliche Entwurf des dritten Quartiers. „Die einzelnen Nachbarschaften sind durch sogenannte grüne Korridore, also begehbare Grünflächen, getrennt. Somit sind die einzelnen Wohneinheiten voneinander abgeschirmt. Außerdem hat jede Wohneinheit seine eigene Erschließung“, erläuterte Brederlau, „Gleichzeitig werden die Wohnräume durch die Quartiersmitte wiederum verbunden.“ Hier sei die Errichtung einer Kita sowie gegebenenfalls einer Bäckerei vorgesehen. Zudem sollen Wasserflächen das längere Verweilen in der Quartiersmitte optimieren.

„Der südliche Teil des Sonnenkamps wird landwirtschaftlich gestaltet – jede Nachbarschaft erhält seine eigene Streuobstwiese“, informierte Brederlau weiter.

Doppelhaushälften, Reihenhäuser sowie geförderte oder auch frei finanzierte Geschosswohnungen sind im Bauplan integriert. „Etwa 500 Wohneinheiten sollen im dritten Quartier entstehen“, so Brederlau – im gesamten „Sonnenkamp“ 3.000 Wohneinheiten. „Der Sonnenkamp wird seinem Namen gerecht“, verspricht Henrik Thomsen, Geschäftsführer der Groth-Gruppe.

„Der Bauentwurf unterliegt einem Freiraumkonzept: Zwischen den einzelnen Gebäuden wird so viel Abstand gelassen, sodass kein benachbartes Gebäude überschattet wird“, sagte Brederlau. Darüber hinaus sei den Architekten sowie dem Projektentwicklungsteam die Straßeninfrastruktur besonders wichtig. Eine gute Anbindung zur Stadt sowie zu den benachbarten Ortsteilen wird durch Radschnellwege und Elektro-Schnellbuslinien gewährt.

Zur Zeitplanung: „Warum fangen wir nicht mit dem ersten, sondern mit dem dritten Quartier an? Wir wollen so schnell wie möglich mit dem Baustart beginnen – die Planung des ersten Quartiers bedarf noch weiteren Planungen, daher starten wir mit Quartier 3 Ende nächsten Jahres. Die Eingliederung in das Verkehrsnetz ist 2021 geplant“, erklärte Thomsen. „Der erste Teilplanungsschritt ist getan. Direkt beworben haben wir die Wohneinheiten noch nicht – dafür ist es noch zu früh. Aber wir sehen seitens der Stadt und der Bevölkerung, dass eine hohe Nachfrage nach weiteren Wohnräumen da ist“, sagte Klaus Weber, Immobilienberater von Sahle Massivbau, zuversichtlich.

Auf einer Fläche von 150 Hektar zwischen Reislingen, Hehlingen und Nordsteimke entsteht mit dem „Sonnenkamp“, bestehend aus fünf Quartieren, das größte Neubauvorhaben Norddeutschlands. Das Areal wird im Westen durch die Nordsteimker Straße (L 322) und im Osten durch die Zollstraße (L 290) begrenzt. Informationen sind unter www.sonnenkamp-wolfsburg.de einsehbar. Auf der Messe für Bauen, Wohnen Garten (BaWoGa) am 9. und 10. März im Congresspark gibt es weitere Auskünfte zum „Sonnenkamp“.