Wolfsburg

Raserei endet am Schachtweg, Flüchtiger griff nach Polizeiwaffe

Am Fußgängertunnel im Schachtweg endetete die Flucht des Touareg-Fahrers. Danach versuchte er, über die Poststraße zu Fuß zu entkommen und wurde dort festgenommen. Fotos: of
Am Fußgängertunnel im Schachtweg endetete die Flucht des Touareg-Fahrers. Danach versuchte er, über die Poststraße zu Fuß zu entkommen und wurde dort festgenommen. Fotos: of

Touareg-Fahrer flüchtete nachts vor Polizeikontrolle

WOLFSBURG. Wegen Straßenverkehrsgefährdung und Widerstand gegen Polizeibeamte muss sich ein 29 Jahre alter VW Touareg-Fahrer aus Herford strafrechtlich verantworten. Das teilte die Polizei am Dienstagnachmittag mit.

„Den Ermittlungen zufolge sollte der Touareg-Fahrer auf der Theodor-Heuss-Straße in Detmerode gegen 0.45 Uhr routinemäßig überprüft werden“, berichtet Polizeisprecher Sven-Marco Claus.

Als die Polizisten ein deutliches Haltezeichen gaben, wendete der 29-Jährige sein Fahrzeug und gab Gas. Sofort steuerte der Fahrzeugführer mit erhöhter Geschwindigkeit aus dem Wohngebiet auf die Braunschweiger Straße in Richtung Innenstadt.

„Hierbei hatten die Einsatzbeamten Mühe, dem ins Stadtgebiet rasenden Flüchtenden zu folgen. An der Braunschweiger Straße Ecke Siemensstraße zeigte die Ampel rot, als der Flüchtige verkehrswidrig über die Kreuzung fuhr und ein Fahrzeug aus der Siemensstraße abbremsen musste, um eine direkte Kollision zu verhindern“, so Sven-Marco Claus.

Der allein im Fahrzeug sitzende Herforder missachtete Haltezeichen der Polizisten, steuerte in der Folge auf Fußwegen durch ein Parkgelände an der Goethestraße und fuhr rücksichtslos über mehrere Ampelkreuzungen im Innenstadtbereich. Als der 29-Jährige schließlich von der Heinrich- Nordhoff-Straße in den Schachtweg einbiegen wollte, kam er von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Eingang eines Fußgängertunnels. Danach flüchtete der Beschuldigte weiter zu Fuß, konnte aber nach etwa 200 Metern in der Poststraße gestellt werden.

Der Flüchtende schubste bei seiner Festnahme einen Polizisten gegen einen Zaun und versuchte, dessen Dienstwaffe zu greifen. Mit vereinten Kräften konnte der 29-Jährige letztendlich überwältigt und mit Handschellen fixiert werden.

„Ein Alkoholtest des 29-Jährigen verlief negativ. Bei den weiteren Ermittlungen zeigte sich, dass der Beschuldigte bereits am 30. März durch Fahren ohne gültige Fahrerlaubnis im Stadtgebiet aufgefallen war. Das benutzte Fahrzeug des Herforders wurde sichergestellt. Die Ermittlungen zum Motiv des Beschuldigten dauern an“, so Claus abschließend.